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N ur ein paar Autominuten von Lenzerheide entfernt liegt der Golfclub Alvaneu Bad. Für die Fortsetzung unserer «Golf-Tour des Grisons» war der Abstecher ins Albulatal hinunter ein kleiner, aber lohnenswerter Umweg. Wie könnte es im Bündnerland anders sein, auch in Alvaneu Bad waren die ersten Golfer Engländer. Die schwefelhaltige Heilquelle im Albulatal lockte die Gäste an. Und wo Engländer kuren, wird auch Golf gespielt. Die heutige Anlage beginnt mit der Gründung der Golfinvest AG 1995. Zwei Jahre später wurde der Golfclub gegründet und praktisch gleichzeitig die ersten 9 Loch gebaut. Mitte 2002 stand die ganze 18-Loch-Anlage und wiederum fünf Jahre später stand dann auch die gesamte Infrastruktur. Auf dem Golfplatz und im Bade- und Wellnesszentrum arbeiten heute über 60 Personen. Der heutige, naturbelassene Platz besteht eigentlich aus zwei Geländekammern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Nach einem ziemlich einfachen Auftakt geht’s den Berg hoch um anschliessend im Zick- Zack-Kurs wieder in die Ebene hinunter zu kommen. Auf diesen sieben Löchern ist nebst ein bisschen Kondition auch präzises Spiel gefordert, sonst landet der Ball gerne mal auf einem benachbarten Fairway. Praktisch flach sind dann die zweiten Neun der Albula entlang. Ein besonders spannendes und optisch auch schönes Loch ist die 15, von Präsident Hans Christoffel als sein schönstes Loch bezeichnet. Vorsicht bei der Schlägerwahl auf dem Tee: Das Wasser ist von gelb gerade mal knapp 200 Meter entfernt. Aufs Grün ist es dann noch knapp 100 Meter. Wer mit Köpfchen spielt hat hier eine Birdiechance. Bis zum Schlussloch kommt dann immer wieder Wasser ins Spiel. Wer Lust auf noch mehr Wasser hat, geniesst nach der Runde noch ein gratis Bad im nebenan liegenden Thermalbad.

Der Magier des Lichts der Alpen

Es ist ein bisschen wie in Chur: Auch Savognin lässt man gerne mal «links» liegen, respektive fährt einfach durch. Aber auch hier lohnt sich ein Zwischenhalt jederzeit, denn es gibt einiges zu entdecken. Vermutlich vielen unbekannt ist, dass der weltberühmte Maler Giovanni Segantini zusammen mit seiner Lebensgefährtin acht Jahre in Savognin lebte und wirkte. Auf der Reise durch den Parc Ela – dem heute grössten Naturpark der Schweiz – soll Segantini dem Kutscher Halt befohlen haben. Der Meister der Magie des Lichts in den Alpen soll gesagt haben: «Oh diese schönen Häuschen mit den Fenstern voller Blumen, oh diese schöne strahlende Sonne, oh diese reine Luft!» Dann blieb er und malte. An einem seiner Lieblingsplätze findet sich heute eine kleine Gedenkstätte. Auf der dortigen Ruhebank kann man die Worte des Meisters nachempfinden und sich in sein Schaffen hineinversetzen. Der Dorfspaziergang «Segantini in Savognin» lohnt sich auf jeden Fall. Dabei stösst man auch auf den Laden von Doris Guetg-Crameri, die Bündner Steinschmuck fertigt. Oder man erfrischt sich in Florians Weinstube, wo man mit Florian Unterkalmsteiner herrlich über den Wein diskutieren und fachsimpeln kann. Wir durften auch noch einen Blick hinter die Kulissen der Käserei «Nossa Chaschareia» werfen, die unter anderem den Savogniner Heumilch-Bergkäse herstellt. Dazu wird die Milch von der Alp Tarvischmit in einer Art Pipeline direkt zur Käserei geführt.

Giovanni Segantini
15.1.1858 – 28.9.1899

Im Herzen des Oberhalbsteiner Dorfes liegt das kleine feine Hotel-Restaurant Bela Riva. Die einfach und praktisch eingerichteten Zimmer bieten allen nötigen Komfort. Eine Spezialität des Hauses ist das Essen vom heissen Stein. Unser Swiss Quality Rindsfilet entsprach voll und ganz dem vorauseilenden Ruf. Ein kleiner Verdauungsspaziergang zum naheliegenden Badsee (im Winter der Parkplatz für die Bergbahnen) sorgt danach für einen gesunden Schlaf. Auf diesen Sommer hin soll in Savognin das erste Schweizer Hotel der österreichischen JUFA-Gruppe eröffnet werden. Das in nachhaltiger Modular-Bauweise mit regionalen Firmen erbaute Familienhotel wird sich durch gänzlich mit Holz und Naturmaterialien gestalteten Zimmern auszeichnen.

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