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W ohl jede und jeder Reisende hat so seine Lieblingsplätze. In der Schweiz gehört für das GT-Team sicher die Lenzerheide dazu. Aber schon auf dem Weg dorthin durften wir eine äusserst positive Überraschung erleben. Ein kleiner Familienbetrieb in Parpan führte uns in die Geheimnisse der Bündnerfleisch-Produktion ein. Brügger Trockenfleisch Manufaktur heisst der Betrieb von Jörg und Marlène Brügger am Dorfeingang von Parpan. In die Geheimnisse des Bündnerfleisches eingeweiht wurden wir aber von der Tochter Gianina. Gegründet wurde der Betrieb seinerzeit vom Urgrossvater von Jörg, von Engelhard Brügger, der als Begründer der professionellen Fleischtrocknerei gilt. Heute sind bereits die 4. und 5. Generation im Einsatz, nebst Gianina auch ihre Schwester Ladina. Sie führen die Tradition, das Know-how und die Sorgfalt in der Produktion weiter. Jemand hat einmal geschrieben: «Hergestellt wie zu Ättis Zeiten.» Er hatte recht. Hier wird auch heute noch in der Naturluft getrocknet. Die Nord/Süd-Ausrichtung des Tales sorgt für ein günstiges Klima in idealer Höhenlage.

Verwendet wird nur erstklassiges Schweizer Fleisch vom Rind und der Kuh, das nur in den Monaten mit einem «R» eingesalzen wird. Eingesalzen ist nicht ganz richtig, denn es kommt noch eine geheime Gewürzmischung aus Bio-Gewürzen dazu. Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstabilisatoren oder Zuckerarten werden keine beigefügt. Das so gepökelte Fleisch wird zuerst an der frischen Luft angetrocknet. Nach einer Woche kommen die Fleischstücke auf den Dachboden, wo die Luftfeuchtigkeit nur mit dem Öffnen und Schliessen der Fenster geregelt wird. In den bis zu 24 Wochen Trocknungszeit wird jedes Stück bis zu 70 mal in die Hand genommen, kontrolliert und bearbeitet. Ein aufwendiger Prozess, bei dem die Fleischstücke 50 Prozent und mehr an Gewicht verlieren. Der Name Bündnerfleisch ist heute geschützt und garantiert, dass das Fleisch im Kanton Graubünden veredelt wird. Bündnerfleisch und die weiteren Spezialitäten der Brüggers können Besucher nach Voranmeldung auf einer Führung (Gruppen ab zwölf Personen) kennenlernen.

«Auf der Heide Golf zu spielen ist einfach ein Vergnügen.»

Auf 1’400 Metern über Meer kann man Natur, Landschaft, frische Luft geniessen und sich trotzdem entspannen. Der Par-69-Platz ist gut 5000 Meter lang (von gelb) und wurde vor ein paar Jahren zum «Swiss Golf Course oft the Year 2013» gewählt. Berücksichtigt wurden dabei auch die Qualitäten als Gastgeber, noch bevor 2014 das neue Clubhaus und das neue Halfwayhouse diesen Bereich weiter aufwerteten. Bei unserem Besuch war der Platz trotz der starken Belegung – 50 Prozent mehr Runden im letzten Jahr – in einem hervorragenden Zustand. Nicht zuletzt dank der immer wieder getätigten Verbesserungen. Die beiden Seen beim Halfwayhouse sind nicht nur Zierde, sondern dienen auch der Speicherung für die erneuerte Bewässerung. Dies spürt man nicht zuletzt auf den für die Höhe sehr guten Grüns. Vom Club selbst wurde bei einem anderen Besuch vor einigen Jahren Loch 13 als «das Schönste» bezeichnet. Es ist vor allem auch taktisch ein sehr gutes Loch (Hcp 2), stehen doch rund hundert Meter vor dem Grün ein Bach und gleich dahinter, mitten im Fairway, eine sehr hohe Tanne im Weg. Gut platzierte Schläge sind ein Muss – das gilt übrigens fast für den ganzen zwar hügeligen aber nicht gebirgigen Platz. In der jüngsten Vergangenheit wurde zudem die Driving Range saniert und – den Damen zuliebe – Abschlag 1 als Willkommensgruss in Herzform umgebaut.

Ein coming-home-Gefühl

Wer bei Andreas und Claudia Züllig einkehrt, der hat rasch ein gutes Gefühl, das Gefühl, heimzukehren. Obwohl das Hotel Schweizerhof auf der Lenzerheide nicht das kleinste Hotel am Platz ist, fühlt man sich sofort wohl. Dies gilt nicht nur Familien, auch Paaren geht es genauso. Für Golfer ist es hervorragend gelegen und bietet alles, was einen Aufenthalt so angenehm wie möglich macht. Andreas Züllig, er ist auch Präsident von Hotellieriesuisse, zeigte sich im Gespräch trotz Corona optimistisch. Aber natürlich gibt es Punkte, die ihm sehr zu denken geben. «Wir durften sehr viele neue Kunden begrüssen. Die Leute merken, dass aktive Sommerferien in der Schweiz einen sehr hohen Erholungswert haben. Aber, wir mussten die Kapazitäten um einen Drittel verkleinern und dies bei gleich grossem Mitarbeiterbestand.» Seiner Meinung nach geniesst man auf der Lenzerheide den besten Sommer. Da kann das GT-Team nur zustimmen! Nach der Golfrunde steht dem Schweizerhof-Gast ein 1’500 m2 Wellnessbereich mit dem grössten Hamam der Alpen (mit Ladies Hamam Night) zur Verfügung. Damit nicht genug: Der Schweizerhof bietet auch einen Salzwasser-Aussenpool und einen Familienpool. Natürlich fehlen auch Saunen, Dampfbad und Fitnesscenter nicht. In vier gehobenen Restaurants und zwei Bars werden in erster Linie regionale Produkte angeboten, schön präsentiert und sehr fein gekocht. Alle Zimmer sind aufs Beste eingerichtet und ausgestattet. Und wer als Eltern einmal seine Ruhe haben möchte, kann den betreuten Kindergarten mit Animation benutzen.

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