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S ind Sie schon einmal mit der Rhätischen Bahn von Chur nach Ilanz gefahren? Es lohnt sich! Aber auch mit dem Auto kann man die Strasse auf der rechten Seite des Vorderrheins in Richtung Ilanz fahren statt wie üblich über Flims-Laax. Die Strasse ist zwar einiges schlechter ausgebaut, aber mit weitaus beeindruckenderen Aussichten auf die Rheinschlucht. Derart beeindruckend, dass man sich überlegen sollte, dieses einmalige Naturereignis etwas genauer und langsamer auf sich wirken zu lassen. Wie wär’s mit einer Wanderung durch die Schlucht, oder einer Biketour, oder gar mit Riverrafting auf dem leichten Wildwasser? Oder eben mit einer Fahrt im offenen Wagen der Rhätischen Bahn? Die nächste Überraschung folgte im kleinen Dorf Valendas: Im Dorfzentrum steht das stattliche Engihaus und direkt davor ein eindrucksvoller Holzbrunnen mit einer aus dem Jahr 1’700 stammenden Brunnenfigur, der Wasserjungfrau. «Cordial beinvegni » steht am Eingang des Brigelser Tourismusbüro. Herzlich willkommen fühlt man sich im offiziell zweisprachig beschrifteten Breil/Brigels vom ersten Augenblick an. Der in der zur Keltenzeit entstandene Ort auf einer Anhöhe oberhalb des Vorderrheintales ist ein Familienferienort wie er im Buche steht. Der Brigelser See, der Badesee, ein Ausflug hinauf nach Burleun, das alles passt zu Breil – auch der Golfplatz.

Die nächste Überraschung: der Golfplatz

Im Internet findet man ihn nicht unter Golf, sondern unter Golfidylle. Alles begann 1998, als einige Brigelser, darunter der heutige Präsident Marcel Friberg, die Idee hatten, den Ferienort aufzuwerten. 2001 wurde die Brigels Golf AG gegründet, vier Jahre später der Golfclub und 2006 war man Mitglied der ASG. Der 9-Loch Platz überrascht nicht nur durch seine Lage und seine faszinierenden Aussichten auf die Berge der Surselva. Er bietet auch noch einen «Tigerplatz». «Mit diesem kleinen Übungsplatz können wir viele Familien ‹gluschtig› auf Golf machen und ihnen mit der aktiven Golfschule einiges bieten,» ergänzt Friberg. Angesprochen auf den etwas verfrüht in einzelnen Medien lancierten Ausbau auf 18-Loch meinte er ganz bescheiden: «Wir arbeiten vorläufig mit dem was wir haben, aber Gedanken machen wir uns natürlich schon.» Und die Brigelser arbeiten gut. Letzte Saison konnten sie 15 Prozent mehr Golfrunden verkaufen. «Wir müssen Topqualität bieten, denn wir brauchen unsere Gäste!» So überrascht es nicht, dass nur ein paar Minuten vom Golfplatz entfernt sogar Helikopter landen können.

Auf den Spuren von…

… der Königin von Holland, dem Dichter Conrad Ferdinand Meyer oder Theoder Heuss, dem ehemaligen Präsidenten der Bundesrepublik ist man in der Casa Fausta Capaul. So heisst das geschichtsträchtige Haus im Dorf, die älteste Unterkunft von Brigels. Vor einem Jahr neugestaltet, renoviert und mit viel Einsatz geführt von Selina und Tobias Lehmann. Selina ist eine Einheimische aus dem zu Breil gehörenden Dardin, Tobias hat den Bürgerort Sumvitg. Beste Voraussetzungen für die beiden vor einem Jahr mit dem eben geborenen Töchterchen Nina Sofia zu ihren Wurzeln in der Surselva zurückzukehren. Diese Verwurzelung trifft man nicht nur in den sehr sorgfältig renovierten Zimmern, sondern auch in der Küche: Auf dem reichhaltigen Frühstücksbuffet wimmelt es nur so von regionalen Produkten. Auch am Abend wird in einer der beiden sehr gemütlichen und authentischen Stivas feinste Bündnerküche serviert.

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