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Wer ins Bündnerland zum Golfen fährt, lässt leider Chur meistens einfach links liegen. Kunststück, macht doch die Autobahn einen grossen Bogen um die älteste Stadt der Schweiz. Deren Siedlungsgeschichte beginnt bereits vor über 5’000 Jahren. Funde in der Nähe der Kathedrale lassen sogar auf eine mögliche Besiedlung bereits 11’000 Jahre vor Christus schliessen. In einem römischen Strassenverzeichnis taucht erstmals der Name «Curia» auf, womit wir schon sehr nahe bei der rätoromanischen Bezeichnung «Cuira» sind.

E in Aufenthalt in Chur lohnt sich, es ist nicht umsonst der Hauptort Graubündens und der Ausgangspunkt der Rhätischen Bahn mit ihren zahlreichen sehenswerten Streckenführungen. Auch in der Stadt selbst gibt es vieles zu entdecken: Da wäre einmal das Bündner Kunstmuseum in der historischen Villa Planta (erbaut 1876) und dem 2016 erstellten, filigranen Neubau. Nicht nur die Ausstellungen locken, auch das Museumscafé mit seinen ausgewählten Süssigkeiten. Es befindet sich im ehemaligen Wohnzimmer der Villa. Auf einem Rundgang durch die Altstadt ist der Besuch des Arca Platzes – ein malerisches, mittelalterliches Juwel, umgestaltet 1971 – ein Muss. Historische Häuserzeilen umrahmen den vielleicht schönsten Platz Churs. Im Sommer versprühen die zahlreichen Cafés und Restaurants mit ihren offen Sitzplätzen ein bisschen südländisches Ambiente. Apropos Restaurant. Wer Bündner Gerichte mag, der ist in der Veltliner Weinstube zum Stern genau richtig. Wir genossen das dreigängige Bündnermenü mit Maluns, Pizzocheri und Capuns und den passenden Weinen in vollen Zügen. Zum Glück lag unser Hotel ABC nur ein paar Gehminuten entfernt. Dank dem persönlichen Einsatz der Familie Leyssens entwickelt das 4*-Haus in zentraler Lage ein angenehm wohliges Flair.

Domat/Ems weiterentwickelt

Golfende lassen Chur ebenfalls zu oft links liegen – auf dem direkten Weg zum Golfclub Domat/Ems. Die von Renato Tosio geführte 27-Loch-Anlage hat in den letzten Jahren den blauen Kurs mächtig umgebaut und weiter entwickelt. Heute ist er mit Par 36 ein anspruchsvoller Platz, «der leider zu niedrig geraten ist», erklärt Tosio und führt das GT-Team direkt zur neuen Schlüsselstelle des umgebauten Platzes, den Löchern 2 und 3. Eine Spielerei ist vielleicht der «Inselabschlag» der 2, aber auch der zweite Schlag aufs Grün hat es in sich. Er führt über einen Teich auf das nicht sonderlich grosse Grün, hinter welchem auch gleich noch die Outgrenze lauert. Die neugebauten Teiche kommen auch beim nächsten Loch, wiederum ein Dogleg, ins Spiel. Obwohl beide nicht sehr lang sind, braucht es einiges an golferischem Geschick um ein gutes Resultat erzielen zu können. «Mit dem teuren Umbau wollten wir weg vom ‹Public-Course-Image› des blauen Kurses. Die guten Rundenzahlen bestätigen den gelungenen Umbau, doch sind diese neun Löcher für Anfänger fast zu schwierig.»

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