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D er Nationalgarten Shinjuku Gyoen bietet eine angenehme und erfrischende Abwechslung von Tokios grauer Stadtlandschaft. Die einstige Domäne eines Feudalherren entwickelte sich später zum privaten Rückzugsort für die kaiserliche Familie und ihre Gäste. Obwohl der Yoyogi-Park, der Kaiserliche Palast sowie andere Tempel und Schreine ebenfalls Grünflächen bieten, ist keine darunter mit dem Shinjuku Gyoen vergleichbar, der sich über rund 58 Hektar erstreckt und auch heute zu Tokyos grössten Attraktionen zählt.

Der Nationalgarten Shinjuku Gyoen umfasst mit seinem englischen, französischen und japanischen Garten drei Gärten in einem.
Der förmliche französische Gartenbereich gilt als der Romantischste. Das liegt an den unzähligen Blumen, besonders den Rosen. Dieser Teil des Parks ist besonders im Frühling beliebt, wenn die meisten Blumen blühen. Vor den kalten Wintermonaten tragen hier auch hunderte von Bäumen ihr buntes Herbstkleid. Der englische Garten besitzt weitläufige offene Rasenflächen umgeben von blühenden Kirschbäumen und der japanische ist mit seinen grossen Teichen, Inseln und Brücken ein integraler Bestandteil des ursprünglichen Parks. Gepflegte Sträucher und Bäume umgeben das Wasser zusammen mit zahlreichen Pavillons. Obwohl dieser Garten das ganze Jahr über sehenswert ist, sollten man sich einen Besuch besonders im Frühling und Herbst nicht entgehen lassen.

"Eine weitläufige, einst nur Mitgliedern des Königshauses vorbehaltene Gartenoase."

Der Garten wurde ursprünglich als privater Wohnsitz von Lord Naito erbaut – einem Feudalherren aus der Edo-Zeit (1603–1868). Im Jahr 1906 wurde der Garten durch die Meiji-Regierung in einen privaten Kaisergarten umgewandelt. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde der Garten durch Luftangriffe zerstört. Nach dem Wiederaufbau erfolgte seine Eröffnung als öffentlicher Park.

Der Garten bleibt mit der kaiserlichen Familie verbunden. Der Showa-Kaiser (1901–1989) sah den Nationalgarten Shinjuku Gyoen als solch wichtigen Teil seiner Kindheit an, dass seine Beerdigung hier im Rahmen eines offiziellen Staatsakts am 24. Februar 1989 stattfand.

Kirschblütensaison

Wer während der Kirschblütenzeit in Tokyo ist, sollte es sich nicht nehmen lassen, im Shinjuku Gyoen die japanische Hanami zu erleben (die Betrachtung der Kirschblüten). Die 1500 Kirschbäume tauchen den Park in unzählige Rosatöne. Die Hanami-Zeit ist ein wahrlich japanisches Erlebnis.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Der Taiwan-Pavillon ist ein authentisches chinesisches Bauwerk, das anlässlich der Hochzeit von Kaiser Hirohito erbaut wurde. Finanziert wurde es durch japanische Bürger, die zu dieser Zeit in Taiwan lebten.
Das Gewächshaus des Nationalgartens Shinjuku Gyoen gleicht einem Dschungel im Glashaus. In diesem botanischen Garten befinden sich Orchideen, aussergewöhnliche Pflanzen aus den Subtropen, vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten, grosse Bäume, Teiche und Wasserfälle. Er ist unterteilt in die Bereiche Dschungel, Teiche und Tropen.

Animeszenen nachbilden

Makoto Shinkais Animefilm aus dem Jahr 2013, The Garden of Words, spielt im Shinjuku Gyoen. Er produzierte den Film aus dem Wunsch heraus, die Schönheit des Parks im Falle einer Naturkatastrophe zu wahren. Dies basiert auf seinen Empfindungen nach dem Grossen Erdbeben Ost-Japans mit Tsunami im Jahr 2011. In vielen Filmszenen dienen Shinkais Fotos als Grundlage für die Zeichnungen. Der Grossteil der Filmhandlung spielt in einer Pagode des Parks. Für Shinkai-Fans bietet sich dieser Bereich perfekt für ein Erinnerungsfoto an.

Anfahrt

Es gibt drei Eingänge zu Shinjuku Gyoen, die entweder von den Bahnhöfen Shinjuku, Sendagaya oder Shinjuku Gyoenmae erreichbar sind.
Zum Haupteingang gelangt man über den südöstlichen Ausgang des Bahnhofs Shinjuku. Es handelt sich um einen kleinen Ausgang in der Nähe des Flag-Gebäudes. Zu Fuss sollte man in weniger als 10 Minuten am Ziel sein.

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