Art on Ice 2026:

Wenn Eiskunstlauf und Pop Art aufeinandertreffen — mit Romero Britto im Efficiency Club Zürich

© Art on Ice Production AG

Im Jahr 2026 erlebt Art on Ice, das weltweit gefeierte Eiskunst-Festival, einen noch nie dagewesenen Höhepunkt. Gegründet von Oliver Höner, Meister und Visionär hinter der Idee, Eiskunstlauf mit Musik, Lichtkunst und Live-Performance zu verbinden, hat sich die Veranstaltung über zwei Jahrzehnte als eine der kulturprägenden Plattformen im Schweizer Eventkalender etabliert. Unter seiner künstlerischen Leitung wurde Art on Ice nicht nur eine Bühne für Ausnahmeathletinnen und -athleten, sondern auch ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kunstformen – ein Ort, an dem sich Musik, Mode, Tanz und bildende Kunst zu einem multisensorischen Erlebnis verbinden. Die ZuschauerInnen tauchen in ein einmaliges, sportliches Gesamtkunstwerk ein.

Für die Ausgabe 2026 geht Art on Ice einen Schritt weiter: Zum ersten Mal wird der brasilianisch-amerikanische Pop-Art-Star Romero Britto in das Projekt integriert. Romero, bekannt für seine farbenprächtigen, lebensbejahenden Werke und seine unverkennbare Verbindung aus kubistischen Formen und positiver Energie, bringt eine neue visuelle Dimension in diesen Mega-Anlass ein. Seine Kunst, die international in Galerien, Museen und im öffentlichen Raum gefeiert wird, ergänzt die Emotionen des Eislaufs auf einzigartige Weise. Brittos Arbeiten sind Ausdruck von Optimismus und Vitalität – Werte, die auch Art on Ice seit jeher verkörpert.

© Djamel Saric, Seazen

Guido Persterer, Präsident Efficiency Club
© Friedrich Kisters, Seazen

Im Vorfeld der Hauptshows fand am 24 November 2025 eine exklusive Eröffnungsgala im Efficiency Club in Zürich statt. Der Efficiency Club gilt als pulsierender Treffpunkt von Kultur, Wirtschaft und Kreativszene. Unter der Präsidentschaft von Guido Persterer wurde dieser Abend zu einem kulturellen Statement: eine Begegnung von High Art, sportlicher Dynamik und gesellschaftlichem Austausch. Persterer, selbst ein überzeugter Förderer interdisziplinärer Kunstprojekte, sieht in der Zusammenarbeit mit Art on Ice und Britto eine Möglichkeit, Zürichs Ruf als internationale Kulturstadt weiter zu stärken.

Eine Ausstellung exzellenter Britto-Werke gab der Eröffnung den passenden edlen Rahmen, kombiniert mit Performances. Der Spontanauftritt von Nick Mäder, Leadsänger der weltbekannten Schweizer Rockband Gotthard brachte den Saal in Stimmung und auch die ebenfalls spontane Klavierdarbietung einer bezaubernden jungen Nachwuchskünstlerin begeisterte alle Anwesenden. Netzwerkmomenten und Ausblicken auf die kommenden Shows wurden direkt von Oliver Höner in einer grossartigen Präsentation geliefert und durch das Live-Gespräche mit Romero Britto umrahmt.

Nick Mäder und Guido Persterer
© Friedrich Kisters, Seazen

Sergio Ermotti und Romero Britto
© Friedrich Kisters, Seazen

Dank des Efficiency Clubs war Romero extra aus Miami für diesen und den am 22.11. stattfindenen Anlass «Let’s talk» eingeflogen. Dort übergab er Sergio Ermotti, CEO der UBS Group AG, ein speziell angefertigtes Gemälde als Preis für seine grossen Leistungen.
Mit Romero Britto an Bord und der eleganten, inspirierenden Kulisse des Efficiency Clubs lädt Art on Ice 2026 nicht nur Fans des Eiskunstlaufs, sondern auch Liebhaber zeitgenössischer Kunst dazu ein, Teil einer neuen kulturellen Fusion zu werden.

Es ist ein Fest der Sinne, der Farben und der Bewegung – ein Event, das weit über sportliche Performance hinausreicht und Kunst in all ihren Facetten feiert.
Besucherinnen und Besucher konnten bereits einen Vorgeschmack auf die mehrschichtigen Inszenierungen erhalten, die auf dem Eis präsentiert werden – dort, wo musikalische Klangwelten mit akrobatischen Läufen und visuellem Ausdruck zusammentreffen.

© Friedrich Kisters, Seazen

Oliver Höner, Romero Britto, Friedrich Kisters
© Djamel Saric, Seazen

Interview mit Oliver Höner und Romero Britto anlässlich des «Art-on-Ice»-Anlasses im Efficiency Club in Zürich.

Friedrich Kisters: Was bedeutet «organisieren» für Sie und was ist dieses Jahr besonders?

Oliver Höner: Organisieren ist für mich auch Kunst. Organisieren sieht nach etwas Logischem aus, ist es aber nie. Stellen Sie sich vor, Sie haben Künstler, die Sänger, Tänzer, Eiskunstläufer und Akrobaten sind – sie kommen alle aus unterschiedlichen Welten, aber sie passen zusammen, sie fügen sich in die Show ein. Und dieses Jahr ist Romero Teil der Handlung. Das ermöglicht, dass wir diesmal neben Musik und Eiskunstlauf auch noch Kunst thematisieren. Ich finde es wirklich cool, dass wir dieses zusätzliche Level im 30. Jubiläum von „Art-on-Ice“ bieten können.

Romero Britto: Ich kann es kaum erwarten, die Choreografie dazu zu sehen! Das wird spektakulär! Ich habe Eiskunstlauf schon immer geliebt. Natürlich habe ich nichts Vergleichbares gemacht wie du, Oliver, oder wie die vielen Athleten. Was ich gesehen habe, ist unglaublich. Ich kann es kaum erwarten, mehr davon zu sehen, und bin sicher, dass es unvergesslich wird.

Oliver: Romero, als ich zum Britto Palace kam, einem riesigen Gebäudekomplex, dachte ich nur: Oh mein Gott, das ist ja etwas ganz anderes! Dann hast du mir gezeigt, dass eine deiner ersten Skulpturen eine Eiskunstläuferin war!

Romero: Ja, eine meiner ersten Skulpturen war eine Eiskunstläuferin. Ich habe sie vor vielen Jahren für eine Privatresidenz angefertigt. Ein wunderschönes Werk, ja, und jetzt freue ich mich sehr darauf, mit Dir zusammenzuarbeiten.

Friedrich: Nur wenige Menschen wissen, dass ein anderer berühmter Künstler, Leonardo, ein großartiger Veranstaltungsorganisator war.

Romero: Also ist eine Veranstaltung legitime Kunst.

Friedrich: Auf jeden Fall. Im Jahr 1490 entwarf Leonardo ein spektakuläres Himmels- und Sternenspektakel mit Fackelträgern auf einer beweglichen Himmels-Holzkonstruktion für eine Hochzeitsfeier in Mailand. Es war ein Meilenstein in der Theater- und Festivalarchitektur, ein früher Vorläufer moderner Beleuchtungs- und Bühnenproduktionen, in denen Mechanik und Wissenschaft mit Kunst und Harmonie verschmolzen. Eigentlich war es ein Vorläufer von Art-on-Ice. Und es hat Menschen geprägt. Auch Sport prägt Menschen.

© Djamel Saric, Seazen

Wie kam es zur Idee, Sport mit Kunst zu verbinden?

Oliver: Ich glaube, es gibt nicht viele Sportarten, die sich direkt mit Kunst verbinden lassen. Eiskunstlauf hat diese Fähigkeit. Er lässt sich hervorragend mit Musik verbinden. Er ist nicht nur ein Sport, sondern auch Show, selbst in einem Wettkampf. Man muss den Menschen Choreografie bieten, nicht nur reine Athletik, auch wenn das sportliche Niveau sehr hoch ist. Es ist unglaublich, was sie leisten.
Musik ist ein Teil davon. Aber sie wurde noch nie als Live-Musik eingesetzt. Live-Musik bietet so viel mehr. Man bekommt die Energie vom Darsteller, und der Darsteller bekommt die Energie vom Eiskunstläufer zurück. Es ist wie eine Zusammenarbeit der Emotionen.

Friedrich: Emotionen prägen Deine Kunst. Du bringst sie in den Sport, in Aufführungen, aber auch in Krankenhäuser. Bitte erzähle uns mehr darüber, Romero.

Romero: Im Laufe der Jahre habe ich viele Projekte mit Krankenhäusern durchgeführt.
Das erste war das St. Jude Children’s Research Hospital. Ich wünschte, ich könnte mehr tun. Gesundheit, das Wohlergehen von Kindern und das Wohlergehen der Gemeinschaft sind so wichtig. Ich möchte den Kindern Positivität und Hoffnung bringen. Ich mache meine Kunst und dann meine Wohltätigkeitsarbeit. Das ist zeitlich gesehen nicht immer einfach, aber es ist mir eine Herzensangelegenheit.
Im Jahr 2024 spendete Ken Griffin dem Sylvester Comprehensive Cancer Center in Miami 50 Millionen Dollar, und ich stiftete im November 2025 dem Center ein grosses Kunstwerk, um Krebspatienten die Botschaft von Liebe und Hoffnung zu vermitteln. Die heilende Kraft der Kunst wird durch solide wissenschaftliche Erkenntnisse belegt.

Friedrich: Es ist erstaunlich, wie du allen Menschen von ganzem Herzen Positivität vermittelst. Ich kann mir keinen anderen Künstler vorstellen, der Positivität auf so ganzheitliche Weise zum Ausdruck bringt. Das ist schon ziemlich einzigartig.

Romero: Ich freue mich sehr, hier in der Schweiz zu sein, um über Art-on-Ice zu sprechen, und ich denke, dass dies sicherlich viele Familien inspirieren wird. Das Leben, die Kultur, die Menschlichkeit, die Musik, den Sport und die Kunst in einer einzigen Show mit Art on Ice zu feiern, ist einfach fantastisch.

Friedrich: Beeindruckend, danke. Ich finde, du solltest Professor werden und jungen Menschen beibringen, wie wichtig Positivität im Leben und in der Kunst ist. Wenn du Professor an einer Universität wärst, was wäre deine erste Botschaft?

Romero: Meine erste Botschaft wäre, weiter zu träumen. Das ist nicht nur für junge Menschen wichtig, sondern für jeden. Träum weiter! Wenn du weiter träumst, spielt es keine Rolle, wie alt du bist. Wenn man an Warren Buffett denkt, wurde er mit sechzig Jahren Milliardär. Nicht mit vierzig. Aber er ist ein außergewöhnlicher Mensch und hat einfach weitergeträumt. Hätte er aufgehört, das zu tun, was er liebte, hätte er es nicht geschafft. Jetzt kümmert er sich um andere und spendet viel für wohltätige Zwecke. Meine Botschaft lautet also: Träumt weiter und bleibt diszipliniert. Wie ein Sportler. Ein Sportler, der keine Disziplin hat, wird es sehr schwer haben, gute Leistungen zu erbringen. Du musst jeden Tag trainieren, hinter den Kulissen, nicht nur, wenn Du vor Publikum stehst. Niemand sieht das.

« Ich möchte den Kindern Positivität und Hoffnung bringen.»

Friedrich: Deshalb hast du deinen Dokumentarfilm gedreht. Jeder kann sehen, was es dich gekostet hat, erfolgreich zu werden, wie du alles zu Harmonie und Liebe vereinfachst, zu reinen Emotionen. Oliver, hilfst du als Organisator der Kunst, ihre Botschaft zu verbreiten?

Oliver: Ja, natürlich. Die Show erreicht eine Vielzahl von Menschen.

Romero: Du bist der Beschleuniger.

Friedrich: Gibt es einen Moment nach der Show, in dem du sagst: Ich habe das gut gemacht?

Oliver: Ja, es gibt diese besonderen Momente während der Tournee, nach der Premiere, wenn alles zusammenkommt und alles möglich ist. Danach verspürt man eine große Erleichterung und sagt sich: „Okay, die Show funktioniert, das Publikum mag sie.“ Und dann gibt es diesen Moment, in dem eine ganze Arena aufsteht, um zu applaudieren. Der Applaus gilt natürlich den Darstellern, aber ich bin auch ein kleiner Teil davon. Ich habe das Ganze geschaffen, und da geht es nicht um Geld ; es ist dieser Moment, in dem die ganze Arena ausflippt, weil alle glücklich sind. Und dann fange ich schon an zu überlegen: „Was mache ich als Nächstes?“ Das kommt sofort über mich. Sofort

Friedrich: In dieser Hinsicht seid ihr euch wohl sehr ähnlich – ihr seid beide kreativ. Gibt es da Parallelen?

Romero: Ja, natürlich, ich liebe es, ein fertiges Kunstwerk zu sehen. Selbst wenn ich gerade erst anfange, möchte ich es schon fertig sehen. An der Wand sehen. Idealerweise, wenn es ausgestellt ist, nicht nur fertiggestellt. Zu sehen, wie es in der neuen Umgebung – einem Museum oder einer Sammlung – wirkt. Das ist großartig!

Friedrich: Bei unserer letzten Seazen-Veranstaltung mit etwa 100 VIP-Gästen war es erstaunlich, die Reaktionen der Gäste auf deine Kunst zu sehen, Romero. Sie waren begeistert und sehr neugierig darauf, mehr über den stilistischen Hintergrund zu erfahren, zusätzlich zur Harmonie und Schönheit. Du bist wirklich ein absolut zuverlässiger Künstler genau wie die zuverlässigen SportlerInnen von Art-on-Ice.

Oliver: Ja, Zuverlässigkeit verbindet uns. Verpasst die Show nicht – es wird spektakulär!

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Romero Britto war der Cover Artist der Seazen Herbst Edition 2025. In dieser Ausgabe geben wir einen vertieften Einblick in sein Werk, seine Haltung zur Kunst und die Idee von Positivität als schöpferische Kraft.

Seazen Herbst Edition 2025
Seazen Herbst

Seazen Cover Artist
Die Freude und Vielschichtigkeit von Glück – Romero Britto

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