Am 10. September laden Seazen und Scenic ins Genesis Studio an der Zürcher Bahnhofstrasse. Zwei Talks an einem Abend. Zwei Inseln im Atlantik – die eine rau, dünn besiedelt und erstaunlich gelassen, die andere seit Jahrzehnten überlaufen und trotzdem kaum gekannt. Beide erzählen davon, wie viel man übersieht, wenn man schon zu wissen glaubt, was einen erwartet.

Island

Þetta reddast

Geplant war Grönland. Daraus wurde etwas anderes. Seazen-Autor Daniel Reichenbach war elf Tage an Bord der Scenic Eclipse I unterwegs: 168 Meter, zehn Decks, 183 Gäste, zwei Helikopter und ein U-Boot im Bauch des Schiffs. Vor der grönländischen Küste dann Nebel und treibendes Packeis – und Punkt zwölf Uhr mittags die Durchsage des Kapitäns: «Wir wenden zurück nach Island.» Was folgte, wurde die eigentliche Reise. Die Vogelklippen von Látrabjarg, vierzehn Kilometer lang, vierhundertfünfzig Meter senkrecht über dem Atlantik. Eine 59 Hektar kleine Insel, auf der die Polarforscherin Felicity Aston heute Eiderdaunen sammelt – dieselbe Frau, die 2012 als erster Mensch allein auf Skiern die Antarktis durchquerte. Ein Dorf auf Heimaey, das 1973 in einer Nacht vor der Lava floh und zurückkehrte. Und über allem ein Satz, den Isländer bei jeder Gelegenheit sagen: Þetta reddast – das regelt sich schon.

Teneriffa

die andere Seite

Sonne, Strand, Pauschalferien: Kaum eine Insel Europas ist so fest mit Bildern belegt. Seazen-Autorin Lena Siep reiste ohne Reiseführer, ohne Recherche, ohne Google – ein Selbstversuch in seliger Unwissenheit. Was hinter der Wolkengrenze auftauchte, hatte mit dem Katalogbild wenig zu tun: Lorbeerwälder im Teno-Massiv, Bergdörfer mit geschlossenen Fensterläden, eine Steilküste, an der man stundenlang niemandem begegnet. Und eine Caldera, in der im Frühjahr die roten Kerzen des Tajinaste blühen – eine von rund 250 Pflanzenarten, die es nur hier gibt. Daneben stehen die anderen Zahlen: fast acht Millionen Gäste im Jahr, mehr als die Hälfte der 160’000 Betten auf einem Küstenstreifen von kaum zwei Prozent der Inselfläche. Auf der Bühne erzählt Lena Siep von dieser doppelten Insel – und von der Frage, die sich Teneriffa heute stellt: nicht mehr, ob es Tourismus braucht, sondern welchen.

Auf der Bühne

Daniel Reichenbach, Autor und Fotograf, begleitete die Discovery-Reise der Scenic Eclipse I durch die isländischen Westfjorde. Lena Siep, Autorin, war für Seazen im Nordwesten Teneriffas unterwegs. Die Talks ergänzen Experten von Scenic und Turismo de Tenerife.

Gäste sind auf Einladung willkommen. Plätze sind limitiert.

Datum

10. September 2026

Location

Genesis Studio Zürich
Bahnhofstrasse 62
8001 Zürich

Dresscode:
Business Casual

Programm

Apéro riche mit Liveband
18:00 – 19:00 Uhr
Geniesse erstklassige Drinks,
kulinarische Köstlichkeiten
und entspannte Livemusik.

Talks
19:00 – 20:00 Uhr

Flying Dinner
20:00 – 22:00 Uhr
Lass den Abend bei exzellentem Essen,
inspirierenden Gesprächen und neuen
Reiseplänen ausklingen.

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