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Sie gehören zu den lebendigsten und vielfältigsten Kulturlandschaften mitten in Europa und sind nun beide 60 Jahre alt geworden – die badische und die elsässer Weinstrasse. Und obwohl die Geschichte sie als jahrhundertelangen Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich ausweist, darf in diesem Jahr auch gefeiert werden – 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg gehören sie beide zu den meistbesuchten touristischen Attraktionen im ehemaligen Grenzgebiet.

Und egal von wo aus man seine Reise beginnt, es wird eine Genusstour für alle Sinne.

Die Verheissung „10 gute Gründe für Baden-Baden“ hat mich dazu bewogen, die Reise mit eigenem Cabrio von hier aus zu starten. Und das war gut so: Schönstes Cabrio-Wetter und eine elegante Bäderstadt erwarten uns schon bei der Anreise. Da bestätigt sich, dass die 2000-jährige elegante Bäderstadt mit ihren Villen aus der Belle Epoque inmitten gepflegter Parkanlagen zu den exklusiven Städten Deutschlands zählt. Also bummeln wir durch die Lichtentaler Allee – einer stilvollen Kunst – und Kulturmeile im Park mit den schönsten Denkmälern der Belle Epoque: der historischen Trinkhalle, dem schneeweissen Kurhaus, dem neobarocken Theater neben dem Festspielhaus bis zum weiss leuchtenden, vom New Yorker Stararchitekten Richard Meier erbauten Museum Frieder Burda. Mit seiner modernen Privatsammlung ein Muss für jeden Kunstliebhaber. Genau gegenüber winkt zwischen blühenden Gärten eines der besten Grand Hotels Deutschlands – das Brenners Park Hotel mit dem mediterranen Restaurant Rive Gauche. Hier kommt man einfach nicht vorbei und findet auch genau seine Lieblingsspeisen auf der Speisekarte – vom Gänseleberparfait bis zum gegrillten Thunfisch und köstlichen badischen Weinen. Baden-Baden darf sich auch rühmen, das einzige Fabergé Museum weltweit zu besitzen, das dem Lebenswerk des russischen Zarenjuweliers Carl Peter Fabergé gewidmet ist. 700 Kunstwerke, darunter das 12,5 Mio. Euro wertvolle „Rothschild Ei“, bestaunt man auf zwei Etagen und wundert sich über das Laissez-faire angesichts der Unsummen, die die Ausstellung wert ist. Anstatt danach noch in Deutschlands ältestem Casino zu zocken, zieht es mich eher in die Thermen – einerseits die modernere Carcalla Therme mit zwei grosszügigen Pools, Wasserfällen, Strömungskanälen und neuer Wellness-Lounge und andererseits ins römisch-irische „Friedrichsbad“ – mit seinen 130 Jahren fast schon historisch, aber immerhin auch mit 17 verschiedenen Stationen des Thermalwasser-Genusses ausgestattet.

Konsequent dann auch dem kulinarischen Genuss folgend, bietet sich nach so einem Tag nur noch das Sterne-Restaurant des Armin Röttele im Schloss Neuweier an – rund 10 Minuten ausserhalb der Stadt im badischen Rebland liegt. Als Wohngenuss entpuppt sich das Hotel Belle Epoque, das zu den Small Luxury Hotels gehört. Nur 16 Zimmer und Suiten gross, lädt es uns zu einer Zeitreise durch die Renaissance. Sie können wählen zwischen Biedermeier,- und Jugendstilzimmer, zwischen Empirebetten und Möbel im viktorianischen Stil. Und wären da nicht Telefon, TV, Whirlpool und ein Gästebuch mit prominenten Namen der Jetzt-Zeit und einem aufgeweckten Service-Team, man könnte sich glatt in vergangene Zeiten zurückversetzt fühlen.

Zurück in der Neuzeit „satteln wir die Pferde“ – in diesem Fall das Cabrio und oben ohne geht es flott auf die badische Weinstrasse.

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