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Rund um die Weingärten Freiburgs

Stöbert man ein wenig in der Geschichte des Weinbaus zwischen Schwarzwald und Vogesen stösst man automatisch auf zwei berühmte Hügel, die mit dem ältesten Weinanbau hier zu tun haben: Der Tuniberg, ein ca. 120 m hoher Bergrücken, bekannt als ehemaliges römisches Siedlungsgebiet und mit der ältesten Urkunde über den Weinbau aus dem Jahre 888 n. Chr. Hier soll auch der Hunnenkönig Attila begraben sein, deshalb auch das Denkmal und der Name „Attilafelsen“. Als zweiten gut sichtbaren „Berg“ aus der Oberrhein-Ebene kennt man natürlich den Kaiserstuhl als Burgunder-Oase mit dem wärmsten Klima Deutschlands. Witzig – wenn auch sehr touristisch – ist eine Weindegustation im historischen Barwagen des Bummelzuges, genannt „Rebenbummler“, der 26 Kilometer durch das Weingebiet des Vulkanberges rollt. Wir treffen in Bötzingen auf die junge „Generation Pinot“, die ihre eigenen Ideen in Sachen Pinot-Kreationen vorstellt und in Oberbergen auf das stylische Weingut mit ältester Tradition – das Weingut Keller. Perfekt in den Weinberg integriert wirkt der Neubau wie eine Symbiose aus Glas, Holz und Vulkangestein. In ihm lagern nicht nur die besten Grauburgunder, sondern auch ein einzigartiges Sortiment an grossen Bordeaux- und Burgunder-Weinen aus den besten Lagen der renommiertesten Châteaux. Wir verkosten im „Rebstock“, einem überdachten Lösskeller aus dem 19. Jhd., die Spätlese und würden am liebsten im dazugehörenden Hotel „Schwarzer Adler“ absteigen, denn das überaus stimmig renovierte Weinhotel in fröhlichen Farben und exquisiten Möbeln hätte unseren Aufenthalt dort noch gekrönt.

Stattdessen lockt Freiburg als überaus quirlige Studentenstadt mit der malerischen Altstadt rund um das Münster, der „Alten Wache“ mit einer immensen Auswahl an badischen Weinen und für den nötigen „Untergrund“ die lebhafte Markthalle mit allen „Goodies“ der Region. Der Schlossberg erstrahlt für uns in einem Lichtermeer und fünf Livebands mit unterschiedlichen Musikrichtungen garantieren das fesche Abendprogramm. Für die Übernachtung hat man die Auswahl zwischen dem einzigen und sehr stilvollen 5-Sterne Hotel Colombi am Rande der Altstadt, mittendrin einige 3-Sterne Hotels oder unsere Wahl – das nagelneue und stylische 4-Sterne Hotel „The Alex“.

Empfehlenswert für einen Kurzaufenthalt aber ohne Frühstück, denn das Restaurant ist zu klein, wie auch die Zimmer und das Ambiente erinnert ein wenig an ein Business-Hotel.

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