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Die Seazen Favorites

Unsere Autorinnen und Autoren verraten euch heute ihre ganz persönlichen Lieblingsstädte in Sachen Kunst & Kultur. Dabei ist der ein oder andere Geheimtipp natürlich inklusive. Von der schönsten, privaten Kunstsammlung in einem Schweizer Fünfsternehotel, über eine Museumsempfehlung der etwas anderen Art inmitten von Paris, bis hin zur antiken Kult-Pizzeria in Napoli, in der sich jeder zumindest einmal im Leben kulinarisch verwöhnen lassen sollte.

Andrin Willi

Napoli

„Ich reise jedes Jahr, am liebsten einmal pro Jahreszeit, nach Napoli. Natürlich, es ist die Esskultur, die mich fasziniert. Es sind die Menschen, die Energie und die Herzlichkeit, die mich inspirieren. Es ist die Stadt! Das Inkorrekte, Witzige, Wunderschöne. Das Schräge, das man gerade zu biegen versucht. In Napoli ist Geschichte Alltag. Darum sollte man das griechisch-römische Theater besuchen. Es liegt, wie könnte es auch anders sein, unter der Erde. Aber Nero, den hört man heute noch dort unten singen.”

Mehr über das griechisch-römische Theater hier.

Ein weiterer Geheimtipp von Andrin: Die Kult-Pizzeria Brandi

Ellin Anderegg

Paris

„Wenn man die Touristenmassen vor dem Louvre in Paris hinter sich lässt und durch den Park “Jardin de Tuileries” schlendert, gelangt man kurz vor dem Ausgang Richtung Concorde zum “Jeu de Paume”. Nicht ganz so bekannt, dafür umso inspirierender, ein Museum das sich ganz der Fotografie und der Videokunst verschrieben hat. Nebst moderner, zeitgenössischer Fotokunst, ist das Museum auch wegen seiner tollen Kunstbuchhandlung und wunderschönen Terrasse mit Blick auf Place de la Concorde und Eiffelturm einen Besuch wert.“

Hier geht’s zum Museum.

Hannes Huggel

Hamburg

„Hamburg – Eine Stadt, die niemals schläft, die alles bietet, von der einmaligen Philharmonie über kleine Theater. Vom spannenden Stadtbummel durch die alte Speicherstadt mit einer Hafenrundfahrt, von der Kneipe bis zum Feinschmecker-Restaurant, vom marktschreierischen Fischmarkt bis zum Hamburger Nachtmarkt in St. Pauli. Als Beatles-Fan gehört die Beatles-Tour, musikalische begleitet von Stefanie Hempel, einfach dazu und lässt einen wieder Jung werden.“

Hier geht’s zur Original Tour

Cornelia Mechler

Kopenhagen & Murnau

Louisiana Museum of Modern Art

„Ein Museum, das selbst denen gefällt, die sonst nie ein Museum betreten würden. Der Besuch bietet ein Gesamterlebnis der Extraklasse: Ein faszinierendes Gebäude, eine grandiose Gartenanlage, überall tolle Kunst, schöne Wechselausstellungen – und wem das noch nicht reicht: Man geniesst auch noch einen direkten Meeresblick. Schöner geht’s nicht mehr…“ Reinschauen!

Münter-Haus

„Das Gebäude war das Zuhause der Künstlerin Gabriele Münter (1877–1962). Sie lebte hier von 1909–1914 mit Wassily Kandinsky und ab 1931–1962 mit Johannes Eichner. Nun ist das Haus ein kleines Museum. Man kann Bestandteile der Originalausstattung wie Möbel, die von Münter und Kandinsky bemalt wurden, oder Hinterglasbilder, Grafiken oder Gemälde, die von den beiden Künstlern geschaffen wurden, bestaunen. Das Häuschen und der wunderschöne Garten sind jeden Ausflug wert. Ab München oder ab Garmisch-Partenkirchen bestens erreichbar.“ Hier geht’s zum Münter-Haus.

Karl Wild

Zürich

„The Dolder Grand ist das beste City Resort Europas. Und es ist ein Eldorado für Kunstliebhaber, das mich geradezu magisch anzieht. Im öffentlichen Bereich des Hotelpalastes hängen über 100 Werke der wohl bekanntesten Künstler der Moderne, alle aus der privaten Sammlung von Dolder-Besitzer Urs E. Schwarzenbach. Einige Werke sind neu mit QR-Codes versehen, die dem Besucher tolle Infos über den Künstler und sein Werk vermitteln.“ Hier geht’s zum The Dolder Grand.

Buchvernissage «Die 100 besten Hotels der Schweiz» im The Dolder Grand. Von links: Moderatorin und Schlangenfrau Nina Burri, Dolder-Ex-Manager Mark Jacob, Dolder-Besitzer Urs E. Schwarzenbach und Autor Karl Wild.

Christina Leitner

Südafrika & Wien

„Ich finde das Apartheid Museum in Johannesburg äusserst gelungen – es vermittelt eine lebhafte Idee davon, wie das Leben während der Apartheid in Südafrika war und wozu der Mensch fähig ist. Erschreckend und lehrreich zugleich.

In Sachen Kultur ist Europa aber nicht zu toppen, und Wien gehört zu meinen absoluten Favoriten in dieser Hinsicht. Das Museumsquartier und die Albertina sind top – und ich bin ein Fan des Würstelstands vor der Albertina, der Albrecht Dürers Feldhasen auf dem Dach und neben Würstel und Dosenbier auch Champagner im Angebot hat.“

Frédéric Zwicker

Zagreb & München

„Wer nach Kroatien fährt, fährt für gewöhnlich ans Meer. Auch deshalb ist Zagreb bis heute ein Geheimtipp, eine bescheidene Perle im Landesinnern. Wer sich Zeit nimmt, die Stadt zu erkunden, wird bald entdecken, dass unter der Oberfläche das Leben und die Kultur pulsieren und dass die Hauptstadt-Kroaten ein besonders freundliches und gemütliches Volk sind.

Eigentlich ist die Pinakothek der Moderne in München nicht bloss eines, sondern vier Museen. Es enthält eine Kunst-, eine Grafik-, eine Architektur- und eine Design-Sammlung. Alle vier sind für sich weltklasse. Vereint stellen sie ein Kunstuniversum dar, dass theoretisch täglich einen Besuch wert wäre.“

Milan Dinov

Belgrad

„Belgrad ist die Stadt, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Es sind nicht nur die verschiedenen aufeinanderprallenden Welten, die diesen Ort und seine Atmosphäre so einzigartig machen. Es ist das Gefühl, das die Stadt auf dem Balkan in andauernden Zeiten des Umbruchs ist, die zu einer immer grösser werdenden kulturellen Vielfalt führen, die entdeckt werden will.“

Uli Maybach

Rom

„Trotz der Millionen von Touristen, findet man in Rom immer noch einen ruhigen Ort zum Nachdenken und Reflektieren. Nirgendwo sonst auf der Welt erhält man einen solchen Einblick in die Entwicklung der westlichen Zivilisation und die Koexistenz der Antike und des modernen Lebens. Und nirgendwo sonst werden meine Kindheitserinnerungen wach, wie in Rom.“

Brigitte Huggel

Wien

„Mein Favorit – und kultureller Leckerbissen – ist die 2020 eröffnete Albertina modern in Wien. Die noch bis im September laufende Ai WeiWei-Ausstellung hat mich so fasziniert, dass ich schon jetzt ganz ungeduldig auf die nächsten Highlights warte. Zum Beispiel „Pollock. Rothko. Mitchell. Ways of Freedom“ ab 15. Oktober 2022.

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