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Wein- & Gourmet-Festival

Baden-Baden

Die eleganteste Bäderstadt Deutschlands rüstet sich gerade für das Top-Event des Jahres, das für Wein und Kulinarik affine Gäste vom 19. bis 21. Mai hier stattfindet. Neben hochkarätigen und international bekannten Spitzenköchen präsentieren an die 177 Winzer ihre Qualitätsweine und weitere Genusspartner steuern ihre Produkte dazu. Gustiert und gefeiert wird ausserdem noch in den verschiedenen Restaurants, Hotels und hippen Locations – alles organsiert von „Falstaff“ und Baden-Baden Events, mit spannenden Vorträgen und natürlich Live-Musik vom Feinsten.

Elsa-Maria Honecker hat sich für Seazen schon mal ein Bild gemacht

Bienvenue in der „Sommerhauptstadt Europas“

Was Paris für den Winter, war Baden-Baden für den Sommer. So hielten es schon vor 200 Jahren die feinen Kurgäste, die zur Sommerfrische hierherkamen. Bei meinem Besuch im März ist gerade der Frühling mit all seinen Komponenten angekommen.

Die Stadt grünt und blüht wie in einem Garten-Kunstwerk, eingerahmt von einem unglaublich schönem Belle-Époque-Ensemble an Villen, die einen exklusiven Lebensstil suggerieren. Am Leopoldsplatz sassen adrett gekleidete Menschen jeglichen Alters in der schon warmen Frühlingssonne und jeder Vorübergehende wird von ihnen eingehend gemustert. Ein wenig Laissez-faire, gepaart mit „Zeigen, was man hat“.

Das vielgerühmte Casino in Baden-Baden – © Kur & Tourismus GmbH

Den Ruf als elegante Bäderstadt hat Baden-Baden auch heute noch unter dem Synonym „Weltbad im Schwarzwald“ mit seinen beiden Thermen: Caracalla Therme und das Römisch-Irische Friedrichsbad, die mit den mineralreichsten und heissesten Quellen Baden-Württembergs aufwarten können. Erstere wirkt mit ihren 4000 qm schon von aussen so einladend, dass man auch bei wenig Zeit einfach einen Sprung in die Heiss- und Kaltwasser Grotten, in die Strömungskanäle und verschiedenen Whirlpools machen möchte, um danach in der neuen Wellness-Lounge kurz zu relaxen. Dagegen ist das historische „Friedrichsbad“ ein hässliches Entlein, hat aber schon 145 Jahre Tradition auf dem Buckel und bietet 17 verschiedene Stationen mit wechselnden Temperaturen. Ob hier auch die Adels-Elite textilfrei badete, konnte ich nicht verifizieren aber auch heute noch kann man sich eines der Privatbäder mieten. Darunter befinden sich übrigens noch Römische Badruinen, die man mit Führung besichtigen kann. Danach lohnt sich eine kurze Verschnaufpause im „Kaffeesack. Die Brewer“ mit hausgemachten Kaffee-Spezialitäten aus der eigenen Rösterei oder in der urigen „Weinstube im Baldreit“, wo neben typisch badischer Küche auch französische Kost auf den Teller kommt.

In bester Lage – die Caracalla Therme – © Kur & Tourismus GmbH

Dass hier der Geldadel schon vor 200 Jahren Hof gehalten hat, ist immer noch spürbar, vor allem in den Luxushotels, dem Kurhaus mit Casino und den Thermalbädern, die schon von den Römern goutiert wurden. 2021 wurde Baden-Baden auch in die UNESCO Werbeliste der „Great Spa Towns of Europe“ aufgenommen, zu der weitere 10 Städte, wie Karlsbad in Tschechien oder Vichy in Frankreich gehören.

Savoir Vivre mit Kunst & Kultur

© Hotel Maison Messmer GmbH

Wer wie ich im 5-Sterne superior Hotel Maison Messmer wohnt, wo schon Kaiser Wilhelm der I. logierte, bekommt die Superlative der Stadt quasi auf dem Serviertablet geboten: Allen voran das weltberühmte Kurhaus als architektonisches Meisterwerk, in dem sich das „Who is Who“ der lokalen Bourgeoisie zu glamourösen Bällen, Konzerten oder Kongressen trifft. Hier drinnen befindet sich auch das schönste Casino der Welt, herausgeputzt wie zu Zeiten der opulenten französischen Königsschlösser. Wer hier einchecken will, sollte schon mindestens das kleine Schwarze im Koffer mit dabeihaben. Damit ist man dann auch im Restaurant „Hectors“ genau richtig, nicht nur wegen der feinen Küche, sondern auch wegen dem Defilee der „Schönen & Reichen“, die im Vorbeigehen ihre neuesten modischen Kreationen zeigen. Eines ist jedenfalls sicher, dieses prunkvolle Casino werde ich ewig in Erinnerung behalten. Ähnlich prunkvoll mit Wandgemälden und korinthischen Säulen präsentiert sich dann auch noch die Trinkhalle nebenan, von der man den frühlingshaft blühenden Kurpark gut überblicken kann. Als schöne Erinnerung oder als Mitbringsel bietet die Confiserie im Rumpelmayer in den Kolonnaden auch Roulette-Kugeln in süsser Variation als Baden-Badener Spezialität an.

Was wäre Baden-Baden ohne seine weltberühmte Flaniermeile „Lichtentaler Allee“? Sie gehört zu den „Must sees“ genauso wie das Museum Frieder Burda, das dort eingebettet in ein buntes Beet von Krokussen, Tulpen und Narzissen liegt. Die 3,5 lange stilvolle Kunst- und Kulturmeile, auch „grüner Salon“ genannt, zieht sich entlang der Oos bis zum fast 800 Jahre alten Zisterzienserinnen-Abtei Kloster Lichtenthal – ein wunderbar entspannter Spaziergang, besonders in der warmen Frühjahrssonne. Mittendrin hat hier im Jahr 2004 der New Yorker Star-Architekt Richard Meier einen modernen, lichtdurchfluteten Bau konzipiert, wo heute die Frieder Burda Sammlung mit ca. 1000 modernen Werken, aktuellen Ausstellungen und einem Concept Store mit allerlei Kunstgegenständen untergebracht ist. Gerade läuft hier „Transformers“, eine Ausstellung mit modernen Werken und künstlichen Wesen, die sprechen und tanzen können – besonders interessant auch für das junge Publikum.

Schönste Flaniermeile in Baden-Baden – die Lichtentaler Allee © Kur & Tourismus GmbH, C. Cancellieri

Genau gegenüber liegt seit 150 Jahren eines der schönsten Grand Hotels Deutschlands, das Brenner Park Hotel & Spa mit seinem wunderbar angelegten Garten, Terrassen und dem neuen Restaurant Fritz & Felix mit stylisher Bar, dem hellen Wintergarten, der opulenten Oleander Bar und der festlich dekorierten Kaminhalle als Herzstück des Hotels, wo ich zum „Afternoon Tea inspired by Pierre Hermé Paris“ eingeladen wurde. Serviert wurden zu köstlich duftenden Tees, Macarons, Canapés, Scones nach britischem Rezept und traditionelle Finger Sandwiches. Ein Genuss für alle Sinne, denn getoppt wird das Erlebnis noch durch den ganz speziellen Raumduft der durch die Räume weht. Und weil wir schon bei den kulinarischen Leckerbissen der Stadt sind, ein weiteres Highlight liegt mittendrin – das Le Jardin de France im Stahlbad am Augustplatz. Seit 25 Jahren kocht Stéphan Bernhard beste französische und internationale Gerichte auf Sterne-Niveau mit unaufgeregtem Service in einem bezaubernden Wintergarten.

Museum Frieder Burda © Kur & Tourismus GmbH, Clipdealer

Events und Festivals im Jahreskreis

Dass die Stadt Baden-Baden besonders Kultur affin ist, muss man nicht extra betonen aber dass es auch diverse Pop-Konzerte und Veranstaltungen für junges Publikum gibt ist auch der Altersstruktur geschuldet. Bekannt sind jedenfalls die Oster- und Pfingstfestspiele im Festspielhaus, die internationalen Pferderennen, die Philharmonischen Schloss Konzerte und das alljährliche Oldtimer-Meeting. Nun kommt als Premiere das Wein- und Gourmet Festival im Kongresshaus, Casino, im Kurhaus und in Museen als Genuss-Hotspot dazu – ausgerichtet vom kulinarischen Lifestyle Magazin Falstaff. Neben europäischen Top-Winzern präsentieren auch lokale Weingüter, wie das von Johannes Kopp ihre Weine. Er hat sich als junger Winzer im badischen Rebland dem biodynamischen Weinbau verschrieben, züchtet nebenher auch schottische Hochlandrinder für die Düngung der Reben und für Dry aged – Rindgerichte in seinem neuen Restaurant. „Ich freue mich auf das Festival, denn da können wir Winzer den Rebland-Wein noch bekannter machen“, meint er und zeigt mir sein Repertoire, vom Burgunder, Chardonnay bis Sauvignon Blanc und neuestens auch Syrah. Den puristischen, modernen Stil seines Weinkellers und Restaurants mit Blick auf die Weinfelder und exzellenter Küche hat er sich übrigens von den Australiern abgeguckt.

Auch Malte Kuhn von „Maltes hidden kitchen“ bietet eine geschmackvolle Einladung auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch Australien mit Sterne-Menü und einer Weinauswahl aus den 60 Weinregionen Australiens. Sein Restaurant in der Altstadt bietet tagsüber Kaffee und Kuchen von Oma, abends dann Gaumenschmaus aus einer puristischen, ehrlichen und saisonalen Küche. Highlight dieses Genuss-Wochenendes wird aber sicherlich der Abend mit dem 3-Sternekoch Massimo Bottura im Malersaal des Hommage Hotel Maison Messmer sein.

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